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Berufliches Schulzentrum für Ernährung, Sozialwesen und Wirtschaft
des Erzgebirgskreises, Schneeberg/Schwarzenberg
 



Jugend-Musical für eine Darstellerin



Am Freitag, dem 19.10.2012, begaben sich die Teilnehmer der Deutsch-Kurse GW10 nach Annaberg-Buchholz, um sich im dortigen Eduard-von-Winterstein-Theater das Jugend-Musical für eine Darstellerin und Laptop von Rainer Lewandowski in einer Inszenierung von Andrea Ingenhaag mit dem Titel Zukunft oder Ich habe noch nicht so viel Angst anzusehen.

Das Stück behandelt eine insofern aktuelle Problematik, als dass sich mit ihr die meisten der Schüler der Klasse 13 bald auseinandersetzen werden.

Die eng befreundeten Abiturientinnen Jule (grandios: Maria Richter) und Caro gehen nach den Prüfungen getrennte Wege.
Während letztere ein freiwilliges soziales Jahr in Afrika absolviert, plagt sich erstere mit den Widrigkeiten von Bewerbung, Berufsberatung und Lebensplan herum. Wann immer die Umstände es zulassen, kommunizieren sie via Skype, wodurch auch der Schoßrechner seine nicht unwesentliche Rolle ausfüllen darf.

Am Ende blickt Jule, zwischen Anpassung und Selbstverwirklichung schwankend, zaghaft optimistisch auf die bevorstehende Zugfahrt hin zu einem Bewerbungsgespräch.
Wird es der Weg sein, den sie gehen will?
Wird es ein oder ihr Weg sein?

Das offene Ende ließ die Zuschauer zunächst etwas ratlos und beklommen zurück, mögen sie sich in diesen Augenblicken wohl selbst im Stillen die Frage gestellt haben, welchen Weg sie wohl einschlagen werden oder sollen.

Dergestalt kam das anschließende Gespräch mit der Schauspieldramaturgin, Frau Silvia Giese, zunüchst etwas schleppend in Gang. Doch spätestens als die Akteurin umgezogen, erfrischt und erfrischend den Bühnenraum erneut betrat, belebte sich die Diskussion spürbar und einige machten aus ihren Ängsten und Hoffnungen bezüglich der eigenen beruflichen wie privaten Zukunft keinen Hehl.

Selbst Frau Maria Richter deutete an, dass sie ihre mittelfristige Perspektive nicht unbedingt mehr auf das Theater gerichtet sei, womit sich auch den Schülern zeigte, dass nicht nur punktuell im Leben Entscheidungen getroffen werden, sondern man sich immer wieder hinterfragen muss, ob der eingeschlagene Weg noch der eigene bzw. richtige ist.

In dieser etwas wehmütigen, jedoch durchaus die Möglichkeiten der Zukunft bejahenden Gemütslage strömten schließlich alle in den sonnigen Oktobertag und gleichsam in die Herbstferien hinaus; getreu dem Motto: Zukunft oder ich habe noch nicht so viel Angst.