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Berufliches Schulzentrum für Ernährung, Sozialwesen und Wirtschaft
des Erzgebirgskreises, Schneeberg/Schwarzenberg
 



Vom Kuhstall zum Käse


Eine Kuh macht Muh, viele Kühe machen Mühe - so sagt man.

Viele Kühe geben auch viel Milch.


Ca. 20 l pro Kuh am Tag produzieren die des Rößler-Hofs in Burkhardtsdorf.
Der Hof entstand 1991 als Schlachthof, 2002 wurde die Molkerei errichtet. Seitdem werden dort verschiedene Milchprodukte von Joghurt bis Käse erzeugt.

Wir, die Kurse der GN13, unsere Kursleiter und Fachlehrer, besichtigten den Rößler-Hof am 02.09.2014.

Unsere Exkursion dorthin diente dem Kennenlernen der Käseherstellung. Dort stellten wir, in zwei Gruppen aufgeteilt, auch selbst Käse aus Rohmilch her und wurden über das Gelände geführt. Rohe Milch ist nicht pasteurisiert und entwickelt einen kräftigeren Geschmack. Pro Gruppe produzierten wir aus 30 l Milch ca. 3 kg "Bergkäse". Dieser Hartkäse hat ein besonders würziges Aroma. Um ihn herzustellen wurden der Rohmilch Milchsäurebakterien und Lab, ein Enzym aus dem Kälbermagen, heutzutage synthetisch gewonnen, zugesetzt.

Entdeckt wurde Käse übrigens im alten Griechenland, wo Kälbermägen zur Aufbewahrung von Flüssigkeit verwendet wurden. Bei unserer Käseherstellung durften Freiwillige die Milch rühren, mit der Käseharfe den Bruch schneiden und den Käse von der Molke trennen. Während wir darauf warteten, dass die Milch dick wurde, durften wir drei dort produzierte Käsesorten kosten - von mild bis würzig - und uns an einem improvisierten Euter mit Melken versuchen. Auch probierten wir Rahm, das Fett, welches sich auf der Milch absetzt.
Milchbubi


Gekostet wurde ebenfalls die gelbliche Molke, welche beim Bruch entsteht. Sie wird neben der Verwendung als Lebensmittel auch in Kosmetikprodukten weiterverarbeitet. Daher wuschen einige ihre Hände darin, um sanft weiche Haut zu erhalten. Insgesamt verbrachten wir eine Stunde mit der Käseherstellung. Damit unser Käse jedoch einen perfekten Geschmack entwickelt, muss er noch in Salz eingelegt und im Käsekeller bei ca. 15 °C und 90 % Luftfeuchtigkeit gelagert werden. Je länger der Käse reift, desto würziger wird er.

Wir durften unseren Käserädern auch Namen geben und entschieden uns einstimmig
für "Klaus" und "Milchbubi".
In 3 Monaten können wir sie dann abholen und genießen.


Somit erlebten wir zu dieser Exkursion ein wenig Theorie des Biotechnik- und Ernährungslehre-Unterrichts hautnah in der Praxis.